Das bulgarische Arbeitsgesetzbuch ist detailliert und formal. Viele Kündigungen, die in der Sache berechtigt waren, heben die Gerichte allein deshalb auf, weil ein Verfahrensschritt versäumt wurde. Im Arbeitsrecht erspart eine kurze Beratung im Voraus deshalb hinterher sehr viel.
Für Arbeitgeber
Wir entwerfen Arbeits- und Geschäftsführerverträge, Stellenbeschreibungen, Arbeitsordnungen und Vergütungsregelungen und begleiten Arbeitgeber durch Disziplinarverfahren, Umstrukturierungen und Massenentlassungen. Wir vertreten Unternehmen bei Kontrollen der Arbeitsinspektion und helfen ihnen, Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten über die kombinierte Erlaubnis oder die Blaue Karte EU einzustellen. Für Personalvermittler übernehmen wir außerdem die Registrierung als ArbeitsvermittlerEN.
Für Arbeitnehmer
Wir vertreten Arbeitnehmer, denen rechtswidrig gekündigt wurde, denen Lohn oder eine Entschädigung zusteht oder deren Arbeitnehmerrechte verletzt wurden – vor der Arbeitsinspektion und vor Gericht. In einem aktuellen Fall stellte das Gericht die Rechtswidrigkeit der Kündigung fest und sprach eine Entschädigung zuEN.
- Entwurf und Prüfung von Arbeitsverträgen
- Beratung zu Kündigung und Disziplinarverfahren
- Klagen wegen rechtswidriger Kündigung
- Klagen auf ausstehenden Lohn und Entschädigung
- Arbeitsschutz
- Vertretung bei Kontrollen der Arbeitsinspektion
- Arbeitsordnungen und betriebliche Richtlinien
Häufige Fragen
Wie viel Zeit hat ein Arbeitnehmer, um eine Kündigung anzufechten?
Zwei Monate ab Zustellung der Kündigung (Art. 358 Arbeitsgesetzbuch). Die Frist ist streng – eine verspätete Klage wird abgewiesen, ganz gleich, wie offensichtlich die Kündigung gegen das Gesetz verstieß. Hat die Klage Erfolg, kann der Arbeitnehmer wieder eingestellt werden und eine Entschädigung für bis zu sechs Monate entgangenen Lohn erhalten.
Was sollte ein Arbeitgeber vor einer Kündigung prüfen?
Dass der gesetzliche Kündigungsgrund zutrifft und in der schriftlichen Anordnung genau angegeben ist, dass die erforderliche Kündigungsfrist eingehalten oder die vorherige Stellungnahme des Arbeitnehmers eingeholt wurde, dass kein besonderer Kündigungsschutz greift (etwa in der Schwangerschaft oder bei bestimmten Erkrankungen) und dass die Anordnung ordnungsgemäß zugestellt wird. Die meisten Aufhebungen beruhen auf diesen Formalien.


